Konfirmation

Konfirmandenunterricht und Konfirmation in Trebgast

Zuerst seien einige Ziele des Konfirmandenunterichts (= KU) in der Evang. Kirchengemeinde Trebgast beschrieben:
- Vermittlung von Glaubensinhalten: Wichtige grundsätzliche Inhalte des Glaubens sollen besprochen bzw. in Erinnerung gerufen werden, um deutlich zu machen, „für was“ wir als Gemeinde stehen und eintreten (Bedeutung von Taufe und Abendmahl, Gott und Jesus Christus, Bibel, 10 Gebote etc.).
- Kennenlernen verschiedener Formen von Glaubenspraxis: Dazu gehören u.a. verschiedene Formen von Gottesdiensten (traditionelle und moderne Formen, speziell auch für Kinder, Konfirmanden und Jugendliche).
- Erleben von Gemeinschaft: in der Konfirmandengruppe, zusammen mit anderen Jugendlichen, bei Gemeindefesten und besonderen Aktionen.
- Kirche als „Lebensraum“ auch für Jugendliche: Wir versuchen, den Jugendlichen unsere Gemeinde so nahezubringen, dass sie spüren, auch sie selber haben hier „einen Platz“ für sich. Wo dies gelingt, kann sich auch eine eigene Identität als Gemeindejugend entwickeln.

Die beschriebenen Ziele können nur erreicht werden, wenn a l l e Konfirmanden/innen (im Rahmen des ihnen möglichen) daran mitwirken und sich auf die einzelnen Schritte einlassen. Dazu gehört auch der möglichst freiwillige Entschluss zur Teilnahme am KU, also nicht bedrängt von Eltern, Freunden oder der Aussicht auf „Belohnung“ durch Geld und Geschenke.
Es hängt natürlich von der Entscheidung des Kindes ab, ob die Eltern ihr Kind zum Konfirmandenkurs anmelden. Außerdem besteht die Möglichkeit eines „probeweisen Teilnehmens“ am Anfang. Wir laden jedenfalls alle Jugendlichen, die – in der Regel - die 7. Klasse besuchen, herzlich ein, sich zum Konfirmandenunterricht anzumelden.

Wir haben die Vorbereitungszeit von zwei (Winter-)Halbjahren auf 1 Jahr verkürzt. Dies hängt mit unserer Konzeption von Konfirmanden-Samstagen (meist 9.00 – 15.00 Uhr) zusammen.  

Es ist uns bewusst, dass durch die Samstagsregelung manchmal für häusliche Unternehmungen Schwierigkeiten eintreten können. Wir sind jedoch überzeugt, dass ein Tag (einmal im Monat) mit gemeinsamem Essen unserem Ziel mehr dient, als kurze wöchentliche Treffs, zumal der Stil unseres KU nicht mit dem normalen Schulunterricht zu vergleichen ist.
Wir legen vielmehr Wert auf das Gespräch, das Erlebnis der Gruppe und das Erlernen und Einüben christlicher Verhaltensweisen.
Durch rechtzeitiges Abstimmen der Termine können die Einschränkungen im familiären Bereich bestimmt auf ein Minimum beschränkt werden.

Manchmal sind auch Konfirmandeneltern bereit, bei der Planung und Durchführung der Konfirmandensamstage im jeweils nächsten Jahr mitzuwirken. Dafür sind wir immer sehr dankbar.

WAS WIRD BEI DEN KONFIRMANDENTAGEN GEMACHT?
Im Gegensatz zum Konfirmandenunterricht von früher liegt das Hauptgewicht bei uns weniger beim Auswendiglernen und Abfragen, sondern vielmehr beim Gespräch und Erlebnis in der Gruppe. Die Jugendlichen sollen etwas von der Freude und Freiheit des christlichen Glaubens vermittelt bekommen. Deshalb unterscheiden sich die Konfirmandentage in Inhalt und Form von der Schule.

Der regelmäßige Gottesdienstbesuch (zweimal im Monat) ist Bestandteil des Konfirmandenkurses. Außerdem erwarten wir die Mitarbeit bei verschiedenen Veranstaltungen und evtl. die Beteiligung an einem kleinen „Gemeindepraktikum“.

Im Konfirmandenkurs entstehen uns einige Kosten für die bereitgestellten Materialien. Wir hoffen, dass die Eltern so freundlich sind und die Kosten von 20 € übernehmen. In Härtefällen kann das Pfarramt gerne helfen. Die Kinder bekommen von uns eine Bibel mit zeitgemäßer Übersetzung. Ein Kirchengesangbuch anzuschaffen, ist empfehlenswert.

Der Kurs beginnt immer nach den Osterferien mit einem Einführungsgottesdienst für unsere Konfirmanden/innen. Natürlich laden wir dazu auch die Eltern ganz herzlich ein.

Mit der Teilnahme am Konfirmandenunterricht ergeben sich für die Konfirmanden einige Verpflichtungen, die im folgenden aufgeführt sind und die auf dem Weg zur Konfirmation in einem sinnvollen Zusammenhang stehen.

•    Eine regelmäßige Teilnahme an den Konfirmandentagen. Dabei sind bestimmte Regeln einzuhalten!

•    Gottesdienstbesuch etwa zweimal monatlich, einschließlich spezieller Konfirmandengottesdienste; bestimmte Aufgaben im Gottesdienst werden dabei von den Konfirmanden übernommen.

•    Teilnahme an den Konfirmandenfreizeiten. Die Konfirmanden verpflichten sich dabei zur Einhaltung gesetzlich festgelegter Regeln (Rauch- und Alkoholverbot bei Jugendlichen unter 16 Jahren, Vandalismus usw.!). Bei Verstößen sind die Eltern angehalten, nach Rücksprache mit der Leitung der Freizeit ihre Kinder jederzeit vom Freizeitort abzuholen. Weitere Konsequenzen können sich nach Absprache der Beteiligten ergeben.

•    Übernahme von bestimmten Aufgaben aus der Ehrenamtlichen-Arbeit, z.B. Sammeln im Gottesdienst, Mitarbeit bei Gemeindefesten etc.

•    Teilnahme an einem „Gemeindepraktikum“ (Kennenlernen von kirchlichen Arbeitsfeldern; Besuch verschiedener kirchl. Institutionen)

•    Der Kirchenvorstand wünscht sich daneben eine Begleitung der Konfirmandenzeit durch die Eltern (Teilnahme an Elternabenden, bei bestimmten Gottesdiensten und Veranstaltungen), soweit dies jeweils möglich ist.

Von Seiten der Kirchengemeinde besteht bei eventuellen Problemen immer die Bereitschaft zu einem klärenden Gespräch mit dem Pfarrer oder mit Kirchenvorstehern.